Red Dead Redemption 2 am PC: Abstürze, Lösungsansätze und Hardware-Hunger

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Die gestern veröffentlichte PC-Version von Red Dead Redemption 2 kämpft mit Problemen. Vielfach wird über Abstürze ("Red Dead Redemption 2 Exited Unexpectedly") sowohl des Rockstar Games Launchers als auch des Spiels selbst berichtet. Laut der Support-Datenbank des Entwicklers sollte zunächst die Grafiktreiber aktualisiert werden (zum Treiber: AMD Radeon Software Adrenalin 2019 Edition 19.11.1 und Nvidia GeForce Game Ready 441.12). Auch die vorübergehende Abschaltung von Anti-Virus-Programmen könnte helfen. Rockstar Games schlägt zudem vor, die RDR2.exe im Installationsverzeichnis als "Administrator" zu starten. Dies kann in den Eigenschaften (Rechtsklick auf RDR2.exe) unter Kompatibilität festgelegt werden. Die Option "Vollbildoptimierungen deaktivieren" soll ebenso markiert werden. Danach soll man das Spiel wieder via Rockstar Games Launcher starten - ebenfalls als "Administrator". Bei anderen Absturzursachen könnte ebenso der Wechsel der Grafikschnittstelle von Vulkan auf DirectX 12 helfen - oder das Löschen des Unterordners "Settings".



Eigener Erfahrungsbericht: Am gestrigen Abend (Tag des Verkaufsstarts) startete Red Dead Redemption 2 auf unserem Test-System (i7-4790K @ 4,0 GHz, 16 GB RAM und GeForce RTX 2080 Ti) ohne Murren und lief bis auf einige Mikroruckler und kleinere Macken bei der Darstellung von Schatten und Haaren weitgehend problemlos. Heute Mittag startete das Spiel nach einem automatischen Update für den Rockstar Games Launcher nicht mehr. Es stürzte direkt nach dem Rockstar-Intro mit der Schrotflinte ab - trotz unveränderter Hardware und unveränderten Einstellungen (abgesehen von dem automatischen Launcher-Update). Der "abgesicherte Spielmodus" half ebenfalls nicht. Also nahm ich die von Rockstar Games vorgeschlagenen Anpassungen vor. Diese zeigten zunächst keine Wirkung. Erst nach einem Neustart des Rechners und möglichst wenig parallel laufenden Programmen ließ sich das Spiel wieder starten.

Generell zeigt sich Red Dead Redemption 2 sehr hardwarehungrig, sofern man die Grafikqualität auf Hoch/Ultra stellt. Kantenglättung wie MSAA, Wasserqualität und volumetrische Effekte (Nebel) beeinflussen die Bildwiederholrate stark. Wobei auch schon Alexander Battaglia von den Technikexperten bei Digital Foundry via Twitter klargestellt hat, dass die PC-Version von Red Dead Redemption 2 nicht mit "normalen Konsolen-Umsetzungen" zu vergleichen sei. Seiner Ansicht nach würden die Grafikoptionen "Hoch" und "Ultra" vergleichsweise hohe Anforderungen an die Hardware stellen. Er vergleicht das Spiel mit den damaligen Hardware-Anforderungen von Crysis 2, das im Jahr 2011 mit "maximalen Grafikoptionen" praktisch nicht nutzbar war. In dem Zusammenhang ist vielfach zu hören, dass die normalen Konsolen-Versionen (PS4 und Xbox One) von Red Dead Redemption 2 im direkten Vergleich eine Mischung aus "niedriger" und "mittlerer" Grafikqualität auf PC verwenden würden. Wobei festzuhalten ist, dass sämtliche Konsolen-Versionen lediglich mit 30 Bildern pro Sekunde laufen.


This is a test of the emergency broadcast system
If you are playing RDR2 on PC - try and not think of Ultra and High being like the Ultra and High you find in your normal console port. Think Crysis 2.
Test complete

— Alexander Battaglia (@Dachsjaeger) November 5, 2019
Einen Überblick über die Performance auf unterschiedlichen Grafikkarten bekommt man bei Guru3D (zum Artikel), und zwar in den Auflösungen 1080p (Full-HD), 1440p (WQHD) und 2160p (4K). Auch hier wird bestätigt, dass die aktuell leistungsfähigste Grafikkarte es nicht schafft, das Spiel mit Ultra-Details in 4K-Auflösung mit 60 fps darzustellen (in 1440p hingegen schon). Unser ausführlicher Test folgt bis zum Ende der Woche.

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